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Symposium zur telemedizinischen Versorgung von Schlaganfallpatienten

Pressemitteilung Nr. 4 vom 12.01.2012

Symposium zur telemedizinischen Versorgung von Schlaganfallpatienten   

Das Krankenhaus Zerbst ist seit dem vergangenen Jahr Teil des Telemedizinischen Schlaganfall-Netzwerks Sachsen-Anhalt (TASC). Durch die telemedizinische Anbindung an die Stroke Unit des Universitätsklinikums Magdeburg  können Patienten aus Zerbst und Umgebung, die einen Schlaganfall erleiden, jetzt unmittelbar vor Ort effektiv behandelt werden. Am 11. Januar informierte das Zerbster Krankenhaus im Rahmen eines Fachsymposiums über die Möglichkeiten der telemedizinischen Versorgung von Schlaganfallpatienten. Dr. med. Stefan Lübke, Ärztlicher Leiter des Krankenhauses und Chefarzt der Klinik für innere Medizin, konnte dazu im Videokonferenzraum des Zerbster Krankenhauses etwa 40 ärztliche Kollegen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten begrüßen. Tobias Blaschke, Projektkoordinator des Netzwerkes, stellte in einem Vortrag die TASC-Technologie, das heißt die telemedizinischen Möglichkeiten zur Notfallbehandlung von Schlaganfallpatienten vor. TASC steht für „Telemedical Acute Stroke Care“, was auf Deutsch in etwa so viel wie „telemedizinische Hilfe bei Schlaganfall“ heißt. Das TASC-Netzwerk ist ein inzwischen umgesetztes Projekt der Universität Magdeburg, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wurde. Es zielte darauf ab, Krankenhäuser, die über keine eigenen Behandlungsplätze für die umfassende Notfallversorgung von Schlaganfallpatienten verfügen, telemedizinisch mit einer solchen „Stroke Unit“ zu verbinden. Während bisher Patienten aus Zerbst und Umgebung, die einen akuten Schlaganfall erlitten hatten,  in eine mit „Stroke Unit“ ausgerüstete Klinik in Magdeburg oder in Dessau überwiesen werden mussten, können sie durch die Anbindung des Zerbster Krankenhauses an das TASC-Netzwerk künftig auf telemedizinischem Wege unmittelbar vor Ort umfassend behandelt werden. Das ist für die betreffenden Patienten unter Umständen lebensrettend oder kann sie vor schweren Behinderungen bewahren.
Dr. N. Bothe, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, erläuterte anschließend die konkrete Umsetzung dieser Technologie bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten im Zerbster Krankenhaus.
Danach konnten sich die Symposiumsteilnehmer bei einer praktischen Demonstration von der Funktionalität des „TeleDocs“, wie der telemedizinische Behandlungsplatz genannt wird, überzeugen. Die Teilnehmer des Symposiums zeigten sich sehr interessiert und beeindruckt von den Möglichkeiten der Telemedizin. Das Zeitfenster für eine effektive Behandlung von Schlaganfallpatienten,  beträgt nur wenige Stunden. Durch die telemedizinische Anbindung des Zerbster Krankenhauses an das TASC-Netzwerk ist dieses Fenster für die Betroffenen aus der Region ein beträchtliches Stück weiter geöffnet worden.