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„Grüne Damen und Herren“ – jetzt auch im Zerbster Krankenhaus

Pressemitteilung Nr. 10 vom 03.02.2012

„Grüne Damen und Herren“ – jetzt auch im Zerbster Krankenhaus

Am Krankenhaus Zerbst gibt es künftig einen Patientenbetreuungsdienst. Die sechs „grünen Damen und Herren“ wurden am 2. Februar 2012 offiziell im Krankenhaus begrüßt. Klinikseelsorger Helmut Markowsky hatte sie in den letzten Wochen und Monaten in Vorbereitungskursen mit den verschiedenen Aspekten ihrer verantwortungsvollen ehrenamtlichen Tätigkeit vertraut gemacht.
Als Gäste nahmen an der Veranstaltung der Kreisoberpfarrer des Kirchenkreises Zerbst Jürgen Tobies,  Konrad Vogel von der Evangelischen Krankenhaushilfe e.V. sowie  eine Reihe von Frauen und Männern teil, die in Dessauer und Coswiger Krankenhäusern bereits in Patientenbetreuungsdiensten mitarbeiten. Auch Ärzte, Schwestern und Verwaltungsmitarbeiter des Krankenhauses Zerbst waren zahlreich erschienen. Konrad Vogel überbrachte die Grüße und guten Wünsche der Bundesvorsitzenden der Evangelischen Krankenhaushilfe Gabrielle Trull.
Jürgen Tobies wünschte der Gruppe ebenfalls viel Erfolg.
Verwaltungsleiterin Dipl.-Jur. Gisela Richter und Pflegedienstleiterin Kerstin Niemann stellten den Gästen das Zerbster Krankenhaus vor und begrüßten die sechs „Grünen Damen und Herren“ herzlich im Hause.
Sie stehen künftig den Patienten, die dies wünschen, für Gespräche, aber auch kleinere Besorgungen zur Verfügung. Ihr ehrenamtlicher Einsatz ersetzt nicht die Tätigkeit des Pflegedienstes und der Servicekräfte des Krankenhauses, sondern ergänzt diese.
Viele Patienten freuen sich, wenn über das Krankenhauspersonal hinaus jemand da ist, der ihnen zuhört und mit dem sie über ihre Probleme sprechen könnten. Nicht immer haben die Ärzte und Pflegekräfte neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung  ausreichend Zeit, das persönliche Gespräch so intensiv zu führen, wie der Einzelne es sich wünscht. Hier können die Grünen Damen und Herren helfen. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kommen in der Regel ein bis zwei Mal in der Woche für einige Stunden ins Krankenhaus. Die konkreten Zeiten werden mit der Pflegedienstleitung abgesprochen, damit sie sich nicht mit dem medizinischen Ablauf überschneiden. Für Patienten, die eine solche Betreuung wünschen, stehen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für Gespräche, kleinere Handreichungen oder auch die Begleitung zu einem Spaziergang in den Krankenhauspark zur Verfügung. Persönliche Voraussetzungen für die Tätigkeit sind Verschwiegenheit, eine gefestigte seelische Verfassung sowie ein sicheres Auftreten. Ein Entgelt erhalten sie nicht, doch stattdessen kommt für ihren menschlichen Einsatz oftmals Dankbarkeit  zurück.